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Trotz Lähmung auf der Überholspur

Seniorchef Max organisiert Handbike für gelähmten Wirbelwind.

Handbike für querschnittsgelähmtes Mädchen

Ja, an solchen Tagen lieben wir unseren Job ganz besonders. Denn dann merken wir, dass ein Fahrrad weit mehr ist als ein Trainingsgerät oder Fortbewegungsmittel. Aber von vorne.
Kürzlich war die halbseitig gelähmte Amanda Nguyen-Huu zur Kurzzeitpflege im Azurit Seniorenzentrum Wegscheid. Die 31-Jährige war als Schülerin Triathletin, war immer super sportlich. Zuletzt arbeitete sie in der Personalabteilung des Uniklinikums München/Großhadern, als ein tragischer Arbeitsunfall ihr Leben komplett veränderte. Eine Schrankwand fiel auf Amanda und sie blieb zwei Stunden lang unentdeckt. Seitdem leidet sie unter Lähmungserscheinungen und psychogenen Anfällen – ähnlich Epilepsie. Der Ausgang der Krankheit ist völlig offen. Doch Amanda gibt die Hoffnung nicht auf. Neulich hat sie sich mit Tee verbrüht und sich sehr über den Schmerz gefreut. „Das war so geil, ich kannte das Gefühl nicht mehr.“
Heimleiter Vincenz Hopper wollte den lebensfrohen Wirbelwind überraschen und nahm Kontakt zu unserem Seniorchef Max Würdinger auf. Dieser war natürlich sofort dabei, setzte alle Hebel in Bewegung und organisierte spontan ein Handbike, bei dem man mit den Händen anstatt mit den Beinen tritt. Amanda war außer sich vor Freude. Drehte sofort erste Runden und fühlte sich „fast wie früher“.
Ja, ein Rad ist eben doch nicht nur ein Rad!