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Einmal Norwegen und zurück

Unseren neuen Werkstattleiter in Vilshofen haben wir frisch aus Norwegen einfliegen lassen: Willkommen Mario!

Die Geschichte unseres neuen Team-Mitglieds Mario ist wirklich beeindruckend. Er kam als kleiner Bub aus Jugoslawien nach Deutschland, ging hier zur Schule, machte seine Ausbildung und begann zu arbeiten. Doch er wollte noch etwas von der Welt sehen und entschied sich, ein Sabbatjahr zu nehmen. Mit 3000 Mark in der Tasche brach er auf. Ein Jahr lang wollte er durch Norwegen reisen und sich von einen Tag in den nächsten treiben lassen.

„Die ersten zwei Wochen waren etwas schwierig. Aus der Zivilisation Deutschlands tauchte ich ein ins nichts – alleine, nur mein Hund und ich“, erinnert er sich. Doch als er erstmal runtergekommen war, genoss er das stille Leben. „Ich hab nichts vermisst. Ich hab gezeltet, geangelt, geschlafen – keine Termine, keine Bürokratie zu erledigen, einfach nichts. Das war das beste Jahr meines Lebens!“

Als sich das Sabbatjahr dem Ende neigte, ging auch langsam das Geld aus. Doch Mario entschied sich zu bleiben. „Ich hatte mich sofort in die atemberaubende Natur Norwegens verliebt. Das Nordlandfieber hatte mich voll gepackt“, erzählt er. Also suchte er sich einen Job und begann 2002 als Radguide in einem Erlebniscamp zu arbeiten. 2003 übernahm er das Geschäft, begleitete Extremsportler zum Mountainbiken, Rafting und anderen Abenteuern irgendwo im Nirgendwo. 2011 zog er an die Küste und eröffnete dort sein eigenes Radsportgeschäft. 

Doch in den letzten Jahren begann Mario dann doch, Deutschland zu vermissen. „Norwegen ist schön, keine Frage. Aber es ist einfach anders dort. Es ist wenig los und wenn man abends mal ausgeht, ist man gleich ein halbes Monatsgehalt los. Und dann die norwegische Arbeitsmoral – quasi nicht vorhanden“, sagt Mario und lacht. Aus einem Sabbatjahr sind 19 Jahre geworden, doch nun ist Schluss. Mario wollte zurück nach Deutschland. Da kam es gelegen, dass bei uns die Stelle als Werkstattleiter frei war. Seit 1. März arbeitet und lebt er wieder auf deutschem Boden. Und sogleich wird’s auch wieder unromantisch. „Gerade arbeite ich mich in die doch recht umfangreiche EDV ein“, erzählt er augenzwinkernd.

Seinen Neustart nimmt er in norwegischer Art sehr gelassen: „Was ich mir erhoffe? Nette Kollegen, ein gutes Klima – und ich freue mich, wenn mir im Juli meine Familie nach Deutschland folgt.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Mario, willkommen im Team!