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In meiner Freizeit baue ich Trails

Türchen öffnen im Advent: Unsere Mitarbeiter zeigen, was sie in ihrer Freizeit so anstellen. Azubi Simon Arnold baut sich eigene Trails.

Das ist mal ein ausgefallenes Hobby. Enduro-Fans gibt es in unserer Firma mehrere, aber Freaks, die sich ihre Strecken selber bauen, hatten wir bisher nicht im Team. Das ändert sich mit Simon Arnold. Der 17-jährige stammt aus Hessen. In seiner Heimat gibt es bereits den Fuchstrail. Doch dieser war ihm und seinen Bikerfreunden zu kurz, zu unspektakulär. Aber anstatt zu jammern, packten die Burschen selber an. Die Jugendlichen machten sich schlau, was erlaubt ist und ließen sich dann erstmal tonnenweise Erde liefern. „Einfacher wäre es gewesen, wir hätten Erde aus dem Wald umgeschaufelt, aber das darf man nicht. Also ließen wir einen Kipper kommen. Der konnte natürlich nicht direkt zur Strecke fahren. Mit Schaufeln und Schubkarren haben wir alles per Hand verteilt“, erinnert er sich.

Für den damals 14-Jährigen war der Ausbau des Trails ein großes Abenteuer. „Wir konnten unsere Träume verwirklichen. Wir haben einen Flowtrail mit vielen Kurven und wenigen Sprüngen gebaut und anschließend eine Jumpline mit keinen Kurven und vielen Sprüngen angelegt. 2016 wurde das Ganze dann sogar legalisiert“, schwärmt der junge Mann.

Dabei sah es nach einem schweren Sturz nicht so aus, als würde Simon nochmal Radfahren. „Schon als kleiner Junge bin ich mit Mama an der Ost- und Nordsee geradelt, Papa hat mich immer wieder mitgezogen und so habe ich recht früh eine Leidenschaft fürs Rad entwickelt. Doch dann bin ich schwer gestürzt. Nach der Landung auf dem Teer musste ich eine lange Pause machen. Ich hab mir geschworen, nie mehr auf ein Rad zu steigen. Schließlich haben mich Klassenkameraden zum biken überredet und sofort war das Feuer wieder entfacht.“

Heute ist das Bike quasi sein Leben. Er sitzt nicht nur gerne darauf, ihn interessiert auch alles, was sonst mit dem Thema Rad zu tun hat. Sein erstes Praktikum hat er folglich in einem Bikeshop absolviert. Und heute macht er bei uns seine Ausbildung zum Zweiradmechatroniker. Bisher war er damit beschäftigt, seine neue Heimat kennen zu lernen, seine erste eigene Wohnung zu beziehen, sich einzuarbeiten und neue Bekanntschaften zu schließen. Aber im Frühjahr wird er sich sein Bike holen und wieder durchstarten. „In der Firma gibt es viele verrückte Leute und die coolsten Trails sind direkt um die Ecke – ich kann es kaum erwarten.“

Übrigens, bevor er sein Azubigehalt hatte, hat sich Simon sein Hobby als Rettungsschwimmer an der Ostsee finanziert. „Ich war mal im Freibad und hab Schwimmer beim Training beobachtet. Das hat mich so beeindruckt, dass ich selbst die Ausbildung zum Rettungsschwimmer gemacht habe. Der Job bei der Küstenwache war echt der Hammer – den ganzen Tag am Wasser verbringen und dafür bezahlt werden.“